Attentate von Paris: Mutter eines Opfers will Belgien verklagen

Die Mutter eines der Opfer der Pariser Attentate vom vergangenen November will den belgischen Staat wegen Untätigkeit verklagen. Ihr Sohn war bei dem Anschlag auf das Bataclan erschossen worden.

Sänger Jesse Hughes (l.) und Gitarrist Dave Catching von den Eagles of Death Metal kehren zu der Unglücksstelle zurück, um den Opfern die letzte Ehre zu erweisen (8.12.)

Sänger Jesse Hughes (l.) und Gitarrist Dave Catching von den Eagles of Death Metal kehren zu der Unglücksstelle zurück, um den Opfern die letzte Ehre zu erweisen (8.12.)

Während eines Konzertes hatten mehrere islamistische Terroristen den Saal gestürmt und um sich geschossen. Dabei starben 90 Menschen. Insgesamt wurden bei der Terrorserie am 13. November 130 Menschen getötet.

In einem Interview im französischen Fernsehen wirft die Frau Belgien Untätigkeit vor. Belgien habe die Dschihadisten nicht hartnäckig genug verfolgt, so die Frau. Die belgischen Behörden hätten früher eingreifen müssen. Mehrere der Attentäter von Paris waren belgische Staatsbürger oder lebten in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek.

Nach Einschätzung von Juristen hat die Französin aber kaum Chancen auf Erfolg mit ihrer Klage, weder vor einem Strafgericht noch mit einer Zivilklage.

vrt/belga/sh - Bild: Miguel Medina (afp)