Belgien bewirbt sich um Sitz im Weltsicherheitsrat

Belgien möchte ab 2019 zu den nicht-ständigen Mitgliedern im UNO-Sicherheitsrat gehören. Der Startschuss für die Bewerbung fiel am Freitagabend.

Königin Mathilde, König Philippe und Außenminister Didier Reynders am Freitagabend in Brüssel

Königin Mathilde, König Philippe und Außenminister Didier Reynders am Freitagabend in Brüssel

Belgien bewirbt sich um einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Außenminister Reynders hat am Freitagabend in Brüssel den offiziellen Startschuss für die Kandidatur geben. Neben den fünf Veto-Mächten USA, Großbritannien, Frankreich, Russland und China tagen zehn nichtständige Mitglieder für jeweils zwei Jahre im Weltsicherheitsrat. Um für einen solchen Sitz in dem Gremium in New-York ab 2019 zu werben, stellt Belgien seine lange Tradition des politischen Kompromisses und seine Eigenschaften als Brückenbauer in den Vordergrund.

Bereits fünf Mal saß Belgien im Weltsicherheitsrat – zuletzt im Jahr 2007. Jetzt startet das Land einen neuen Anlauf, erklärt Außenminister Didier Reynders: „Belgien ist europaweit als kompromissbereit und für seine Dialogbereitschaft bekannt.“

Inhaltlich will Belgien in der UNO für eine Einschränkung des Veto-Rechts eintreten, wenn es Anzeichen für einen Völkermord gebe oder die Menschenrechte ernsthaft in Gefahr seien. In solchen Fällen dürften die ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat nicht mehr von ihrem Veto-Recht Gebrauch machen, so Reynders.

Belgiens Bewerbung läuft. Die Entscheidung fällt 2018.

Alain Kniebs - Bild: Eric Lalmand (belga)