Energieministerin zweifelt an Atomausstieg 2025

Die neue föderale Energieministerin, Marie-Christine Marghem (MR), beweifelt, dass Belgien für einen Atomausstieg 2025 bereit ist. "Wer heute behauptet, dass unser Land mittel- oder sogar langfristig ohne Kernenergie auskommen kann, der lügt", sagt Marghem in einem Interview mit dem flämischen Rundfunk.

Marie-Christine Marghem (MR)

Bestätigt den Antrag der Atomkraftwerksbetreiber auf eine staatliche Bürgschaft: Energieministerin Marie-Christine Marghem (MR)

Energieministerin Marie-Christine Marghem (MR) zweifelt daran, dass Belgien bis 2025 den Ausstieg aus der Kernenergie schaffen kann. Im flämischen Rundfunk sagte sie, sie halte es nicht für realistisch, dass Belgien in zehn Jahren ganz auf die Atomkraft verzichten kann. „Wer heute behauptet, dass unser Land mittel- oder sogar langfristig ohne Kernenergie auskommen kann, der lügt“, sagt Marghem.

Im Regierungsvertrag steht, dass die Laufzeit der Kernreaktoren Doel 1 und 2 nicht über das Jahr 2025 hinausgehen darf. Es sei zwar ihr Wunsch, ohne Kernernergie auszukommen. Die Energieversorgung müsse aber bezahlbar und sicher bleiben.

Die Ministerin geht allerdings davon aus, dass der Anteil an Kernenergie in den kommenden Jahren verringert werden kann.

Die Vizepremiers von CD&V und Open VLD, Kris Peters und Alexander De Croo, übten bereits Kritik an den Äußerungen der  Energieministerin. Lediglich N-VA-Vizepremier Jan Jambon zeigte Verständnis für die Haltung von Marghem. Jambon schlägt vor, dass eine Studie untersuchen solle, ob die Stromversorgung bis 2025 ohne Atomkraft gewährleistet werden könne.

 

vrt/sh - Bild: Jasper Jacobs (belga)

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