Auftakt der Koalitionsverhandlungen

In Brüssel haben offiziell die Koalitionsgespräche zur Bildung einer neuen Föderalregierung begonnen. Am Verhandlungstisch sitzen N?VA, CD&V und OpenVLD auf flämischer und die liberale MR auf frankophoner Seite.

Kris Peeters und Charles Michel leiteten die Gespräche am Freitag in Brüssel

Kris Peeters und Charles Michel leiteten die Gespräche am Freitag in Brüssel

Jetzt geht’s ans Eingemachte. Die flämisch-nationalistische N?VA, die christdemokratische CD&V, und die beiden liberalen Parteien OpenVLD und MR wollen gemeinsam an einer Koalition arbeiten, die am Ende wohl die „schwedische“ heißen dürfte: blau für die Liberalen, gelb für die N-VA und das Kreuz für die CD&V.

Am Dienstag hatte der König zwei Regierungsbildner benannt: MR-Präsident Charles Michel und den CD&V-Spitzenpolitiker Kris Peeters. Sie beide führen den Vorsitz, wobei Kris Peeters offenbar die besten Chancen hat, der neue Premierminister zu werden.

Diejenigen, die sich während der ersten Sitzung am Freitagnachmittag äußern wollten, hoben vor allem das Vertrauen hervor, das sich in den letzten Tagen und Wochen zwischen den verschiedenen Partnern aufgebaut hat. Zunächst müssen sich die Vertreter der vier Parteien auf eine Arbeitsmethode verständigen. Damit verbunden: das Zeitmanagement.

Auf eine neue Regierung warten in jedem Fall große Herausforderungen: Allen voran die Haushaltssanierung, die wohl mit drastischen Sparmaßnahmen einhergehen dürfte, aber wohl auch eine neue Pensionsreform und eine Neuordnung des Steuersystems.

Bild: Nicolas Maeterlinck (belga)