CDH geht definitiv nicht in Föderalregierung mit N-VA

Der CDH-Vorsitzende Benoît Lutgen erklärt, dass seine Partei sich nicht auf Manipulationen einlasse. Charles Michel bekräftigt immer wieder, dass er von den flämischen Nationalisten Garantien erhalten habe.

CDH-Präsident Benoît Lutgen am 21.7.

CDH-Präsident Benoît Lutgen am 21.7.

Für den Präsidenten der frankophonen Zentrumshumanisten, Benoît Lutgen, stellt sich die Frage einer Beteiligung an der künftigen Föderalregierung erst gar nicht. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Belga sagte der CDH-Vorsitzende, seine Partei lasse sich nicht auf Manipulationen ein.

Erst am Dienstag um 15:00 Uhr, als das Zusammengehen von MR, OpenVLD, CD&V und N-VA bereits beschlossene Sache gewesen sei, habe er einen Anruf von Charles Michel erhalten, zu dem Zeitpunkt noch Informator.

Der MR-Vorsitzende, der inzwischen zusammen mit Kris Peeters von König Philippe mit der Regierungsbildung beauftragt wurde, bekräftigt immer wieder, dass er von den flämischen Nationalisten Garantien erhalten habe, dass es in der kommenden Legislatur keine gemeinschaftspolitischen Grabenkämpfe geben werde.

CDH-Präsident Benoît Lutgen wiederholt indessen, dass er N-VA-Präsident Bart De Wever nicht vertraue, nachdem dieser sich vor den Wahlen immer wieder abfällig über die Frankophonen im Land geäußert habe.

belga/mh - Bild: Laurie Dieffembacq (belga)