Flüchtlinge auf Protestmarsch nach Brüssel

Etwa 100 Flüchtlinge haben auf ihrem Weg nach Brüssel im luxemburgischen Schengen Stacheldraht um das Europadenkmal gelegt. Sie fordern eine humanere Asyl- und Flüchtlingspolitik in der EU.

Auf ihrem Protestmarsch nach Brüssel haben rund 100 Flüchtlinge das luxemburgische Schengen passiert. Begleitet von 200 Unterstützern übertraten sie am Sonntagvormittag die Grenze in der Nähe des saarländischen Perl. Das berichtete ein Sprecher des dortigen Flüchtlingsrats. In Schengen legten die Demonstranten nach Angaben des Sprechers Stacheldraht um das Europadenkmal am Moselufer und hängten Bilder von Flüchtlingen auf, die beim Versuch nach Europa zu gelangen, getötet wurden.

Am Europamuseum seien Transparente aufgehängt worden, unter anderem mit der Parole: „Frontex kills“ („Frotex tötet“). Schengen gilt als Symbol für den Abbau der EU-Binnengrenzen bei schärferer Überwachung der Außengrenzen. Die Agentur Frontex überwacht die EU-Außengrenzen.

Die Flüchtlinge wollen über Luxemburg nach Brüssel ziehen, wo sie während des EU-Gipfels am 26. und 27. Juni ihrer Forderung nach einer humaneren Asyl- und Flüchtlingspolitik Nachdruck verleihen wollen.

dpa/sd

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