Universitätsprofessoren fordern anderen Umgang mit Cannabis

Die Nulltoleranzpolitik sei gescheitert. Konsumenten sollten keine Strafen mehr drohen und der Verkauf des Rauschgifts unter strengen Auflagen erlaubt werden. So sollen Käufer zumindest vor schlechtem Cannabis geschützt werden.

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Drei Professoren fordern einen anderen Umgang mit Cannabis

Drei Universitätsprofessoren fordern, dass die Regierung das Cannabisproblem anders als bislang angehen sollte. Der Kriminologe Tom de Corte sagte in der VRT, die Nulltoleranzpolitik sei gescheitert. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Anzahl der Menschen mit Cannabisproblemen in den Krankenhäusern verdoppelt.

Der Wirtschaftswissenschaftler Paul de Grauwe sagte, der Anbau und Verkauf von Cannabis sei zudem wesentlich profitabler geworden. Gemeinsam mit dem Toxikologen Jan Tytgat fordern die Uniprofessoren, dass Cannabiskonsumenten keine Strafen mehr drohen und der Verkauf des Rauschgifts unter strengen Auflagen erlaubt wird.

So sollen Käufer zumindest vor schlechtem Cannabis geschützt werden. Alle drei betonen, dass sie keine völlige Freigabe anstreben. Ziel sei weiterhin, den Cannabiskonsum zurück zu fahren. Dazu müsse man aber andere Wege gehen als bislang.

vrt/okr - Bild: epa