Onkelinx stellt Aktionsplan im Kampf gegen Aids vor

Die Anzahl HIV-Infizierter in Belgien hat in den letzten Jahren zugenommen. Insgesamt leben 20.000 Menschen mit dem HI-Virus. Jedes Jahr werden rund tausend Neuinfektionen verzeichnet. Dagegen will Belgien nun vorgehen.

Ministerin Onkelinx und Königin Mathilde begrüßen Onusida-Direktor Michel Sidibe

Ministerin Onkelinx und Königin Mathilde begrüßen Onusida-Direktor Michel Sidibe

In Brüssel ist der erste nationale Aids-Plan vorgestellt worden. In Belgien leben zur Zeit etwa 20.000 Menschen mit dem Virus. Jeden Tag werden drei Menschen mit dem HI-Virus infiziert, das entspricht 1000 bis 2000 Neu-Ansteckungen pro Jahr. In Zweidrittel der Fälle sind Männer betroffen.

Um der anhaltenden Pandemie effizient entgegenzutreten, wurde eine mehrjährige Strategie entwickelt, die den Kampf gegen HIV und Aids einheitlich und abgestimmt vorantreiben soll.

Gesundheitsministerin Laurette Onkelinx stellte den Plan für die Jahre 2014 bis 2019, der 58 Initiativen enthält, am Dienstag vor. Anwesend waren Königin Mathilde und der Direktor des UN-Programms Onusida, Michel Sidibé. Eröffnet wurde die Präsentation durch DG-Gesundheitsminister Harald Mollers.

Der Aktionsplan basiert auf mehreren Säulen. Dazu gehören die Prävention, das Aufspüren der Krankheit und Hilfe für die Betroffenen. So soll ein offener und verantwortlicher Umgang mit der Sexualität gefördert werden, um Neuansteckungen zu verhindern. Die AIDS-Präventionsdienste und -programme, die Vorsorge-Untersuchungen und die Versorgung und Begleitung nach einer HIV-Infektion sollen außerdem zugänglicher gestaltet werden. Der Aktionsplan soll auch auf die verschiedenen Zielgruppen abgestimmt werden.

belga/jp - Archivbild