Diamantenraub in Brüssel: Fette Beute noch fetter?

Bei dem spektakulären Diamantenraub Mitte Februar in Brüssel sollen die Täter eine deutlich größere Beute gemacht haben, als bislang angegeben. Dies meldet die Zeitung De Morgen unter Berufung auf marokkanische Geheimdienst-Informationen.

Ein Thema: Diamanten-Raub in Zaventem

(Illustrationsbild)

Am 18. Februar wurde auf dem Rollfeld des Flughafens Zaventem ein Werttransport überfallen, als ein Flugzeug einer Schweizerischen Fluggesellschaft beladen wurde.

Die Täter waren Vollprofis, innerhalb von wenigen Minuten brachten sie 120 Wertkoffer in ihren Besitz. Der Inhalt: Diamanten im Wert von 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro), lautet zumindest die offizielle Fassung.

Die Spur führt nach Marokko: Drahtzieher soll ein marokkanisch-stämmiger Franzose sein. Der Mann sitzt derzeit in Frankreich in Untersuchungshaft. Geplant wurde der Coup anscheinend in Marokko. Belgische Ermittler sind auch bereits in dem nordafrikanischen Land gewesen.

Dabei soll der marokkanische Geheimdienst den belgischen Kollegen aber auch eine neue Information mitgeteilt haben: Die Beute belaufe sich demnach auf 300 Millionen Euro – zehn Mal mehr als bisher angegeben.

Laut De Morgen soll der Antwerpener Diamantensektor die Höhe der Beute bewusst kleingeredet haben, um den Standort Antwerpen nicht zusätzlich zu schädigen. Ein Sprecher des Antwerp Diamond Centers dementierte aber die Informationen. Man gehe weiterhin von 37 Millionen Euro aus, sagte ein Sprecher.

Die ermittelnde Staatsanwaltschaft in Brüssel wollte zu den Spekulationen keinen Kommentar abgeben und erklärte lediglich, man prüfe derzeit die Informationen.

Archivbild: Issouf Sanogo (afp)

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