Staatssicherheit ließ Vlaams Belang überwachen

"Rechte Hand von Filip Dewinter war Spion der Staatssicherheit", schreibt Het Nieuwsblad. Bart Debie soll seine Position an der Seite des Spitzenpolitikers dazu genutzt haben, Informationen über die Finanzierung des Vlaams Belang an die Staatssicherheit weiter zu leiten.

Bart Debie war Spitzel für die Staatssicherheit

Bart Debie war Spitzel für die Staatssicherheit

Der Staatssicherheitsdienst hat die rechtsextreme Partei Vlaams Belang über Jahre hinweg überwacht. Das hat Bart Debie, ehemaliger Polizeikommissar und Berater von Filip Dewinter, den flämischen Zeitungen De Standaard und Het Nieuwsblad gesagt.

Die Enthüllung von Bart Debie wirft Fragen auf. Er gibt an, 2007 von der Staatssicherheit als Spitzel angeheuert worden zu sein. Bis 2010 habe er dann vor allem parteiinterne Informationen über die Finanzierung des Vlaams Belang an die Staatssicherheit geliefert.

Warum Debie sich jetzt selbst als ehemaliger Spion entlarvt, sagt er auch: Er wolle damit auf die Äußerung von Justizministerin Annemie Turtelboom reagieren. Die hatte vor wenigen Tagen gesagt, dass der Staatssicherheitsdienst keine Spitzel auf belgische Abgeordnete angesetzt habe – anders, als das Geheimdokumente nahelegen, über die die flämischen Zeitung De Morgen berichtet hatte. Die Ministerin hat bislang nicht reagiert.

Archivbild: Kurt Desplenter (belga)