Bpost bekommt Konkurrenz: De Vlaamse Post startet in Antwerpen

Die Post bekommt Konkurrenz. Am Freitag ist in Antwerpen "De Vlaamse Post" an den Start gegangen. Zunächst werden nur Werbung und Wochenblätter verteilt, später will das Unternehmen auch Briefe austragen.

Die Postdienste in der EU sind seit Anfang letzten Jahres liberalisiert. Theoretisch heißt das: Jeder kann ein Unternehmen gründen und Post austragen. In Belgien war Bpost bislang konkurrenzlos – aber jetzt gibt es einen neuen Anbieter auf dem Markt: De Vlaamse Post. In und um Antwerpen tragen die Briefträger des Unternehmens jetzt Zeitungen und Werbung aus. Bislang sind rund 30 Briefträge im Dienst, 50 weitere sollen in Kürze eingestellt werden.

Bislang hatte sich niemand auf den belgischen Markt gewagt – anders als zum Beispiel in Deutschland, wo es bereits eine ganze Reihe Alternativ-Anbieter gibt, die der deutschen Post Konkurrenz machen. De Vlaamse Post ist aber nur ein lokales Phänomen, sie bewegt sich nur im Großraum Antwerpen. Und sie trägt nur nur Drucksachen wie Wochenblätter, Werbung und Wahlbroschüren aus und keine Post im eigentlichen Sinne.

Noch nicht, denn das Ziel der Vlaamse Post lautet,  auf lange Sicht ein vollwertiger Postdienstleister zu werden. Erst in Flandern, später aber auch dank Subunternehmern in ganz Belgien, erklärt der Sprecher der Firma Laurens Van den Wijngaert im BRF-Interview. Dazu braucht es ein umfangreiches Netzwerk und vor allem eine Lizenz. Vorher sind juristische und organisatorische Fragen, aber auch wichtige Geldfragen zu klären. Es wird also noch eine Weile dauern, bis die Vlaamse Post im ganzen Land Briefe austragen wird.

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