14,6 Prozent der Belgier leben in Armut

Von 100 Belgiern leben 15 unterhalb der Armutsgrenze. Das geht aus dem ersten Föderalen Jahrbuch zur Armut hervor, das am Donnerstag in Brüssel vorgestellt worden ist.

Armut in Belgien: Obdachlose in Brüssel

Archivbild: BELGA

Als „arm“ gelten alleinstehende Personen, wenn sie über ein Monatseinkommen unter 973 Euro verfügen sowie Familien mit zwei Kindern, die monatlich mit weniger als 2000 Euro auskommen müssen. Dem Jahrbuch zufolge sind besonders Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen von zunehmender Armut betroffen.

Alarmierend ist nach Erkenntnissen der Autoren, dass Kinder, die in ärmlichen Verhältnissen groß werden, kaum eine Chance haben, dem Teufelskreis aus Armut und Arbeitslosigkeit zu entkommen.

Die Staatssekretärin für Armutsbekämpfung, Maggie De Block, sagte bei der Vorstellung des Jahrbuchs, sie werde dieses als Grundlage für eine koordinierte Maßnahmen-Politik aller betroffenen Instanzen nutzen.

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