„Sharia-Prozess“ in Antwerpen vertagt

In Antwerpen ist ein Prozess gegen den Sprecher der islamistischen Organisation "Sharia for Belgium", Fouad Belkacem, am Freitagvormittag vertagt worden. Er soll am 18. November stattfinden.

"Sharia for Belgium"-Sprecher Fouad Belkacem

"Sharia for Belgium"-Sprecher Fouad Belkacem

Der Anwalt des Angeklagten, Walter Damen, hatte die Vertagung angefragt, damit die juristischen Beweise noch einmal gründlich untersucht werden können.

Zusammen mit Anjem C. (Choudary) muss sich Fouad Belkacem vor Gericht wegen Anstiftung zur Diskriminierung und zum Rassenhass oder -gewalt gegen eine Person, eine Gruppe oder eine Gemeinschaft verantworten.

Die Vereinigung will Belgien nach eigener Aussage in einen fundamentalistischen Gottesstaat verwandeln. Der Sprecher von „Sharia for Belgium“ hatte in den letzten Monaten Aufsehen erregende Äußerungen über die Vorherrschaft der Moslems, über die Homosexualität und die Krankheit und den Tot von Marie-Rose Morel (Vlaams Belang)gemacht.

Das Antwerpener Gericht ist der Meinung, dass Fouad Belkacem mit solchen Äußerungen die vom Gesetzgeber festgelegten Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten hat. Das Gericht will, dass beide Angeklagten beim Prozess am 18. November anwesend sind.

belga/vrt/jp/sr - Bild: vrt