Nach der Verkündung des Strafmaßes für Nicolas Ullens hat sich sein Verteidiger am Mittwoch zufrieden gezeigt. Ullens wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt, obwohl die Geschworenen ihn des Mordes für schuldig befunden hatten.
Ullens hatte gestanden, seine Stiefmutter erschossen zu haben, jedoch stets bestritten, sie vorsätzlich getötet zu haben. Sein Verteidiger bezeichnete das Strafmaß als eher ungewöhnlich für einen Mordfall, aber vollkommen gesetzeskonform.
Die Staatsanwaltschaft hatte 25 Jahre gefordert. Bei den Nebenklägern sorgte das milde Urteil für Enttäuschung. Ihr Anwalt erklärte, das Strafmaß stehe sowohl im Widerspruch zur Urteilsbegründung als auch zu den Strafen, die üblicherweise in vergleichbaren Fällen verhängt werden.
Nicolas Ullens hat die Haft noch nicht angetreten. Er hat jetzt zwei Wochen Zeit, um Berufung einzulegen.
rtbf/sh