Die belgischen Gerichte haben im letzten Jahr insgesamt über 930.000 Fälle bearbeitet. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht für 2025 hervor.
Der Rückstand bei der Bearbeitung von Akten nahm zwar etwas ab, ist aber immer noch sehr hoch: Der Rückstand liegt bei über 580.000 Fällen.
Die Justiz kämpft weiter mit einem strukturellen Personalmangel. Bei den Richtern ist der gesetzliche Stellenplan zu 95 Prozent besetzt, beim Gerichtspersonal sind es 88 Prozent. Hinzu kommt eine Fehlzeitenquote von acht Prozent, die über dem Durchschnitt anderer öffentlicher Dienste liegt.
Am 31. Dezember 2025 fehlten achtzig Richter und knapp 580 Gerichtsschreiber. Am stärksten von Personalmangel betroffen sind die Arbeitsgerichte.
belga/est