Belgien hat im September so wenig Strom erzeugt wie seit fast 20 Jahren nicht mehr. Das geht aus Zahlen des Wirtschaftsministeriums hervor. Demnach lag die Produktion bei gut 4.000 Gigawattstunden.
So niedrig war sie seit Beginn der Statistik 2008 noch nie. Der Grund: Die beiden verbliebenen Atomreaktoren Doel 4 und Tihange 3 standen wegen Wartungsarbeiten still. Sie liefern erst seit einigen Wochen wieder Strom.
Zudem wehte der Wind schwach, und die Solaranlagen erzeugten weniger Energie. Deshalb musste Belgien viel Strom importieren.
Die Einfuhren erreichten seit April ein Rekordniveau. Im ersten Halbjahr kaufte das Land deutlich mehr Strom im Ausland, als es verkaufte. Im September kam der Strom vor allem aus den Niederlanden und Frankreich. Auch gegenüber Deutschland und Großbritannien ist Belgien inzwischen Nettoimporteur.
belga/vk