Männer und Frauen sind gesundheitlich unterschiedlich stark von den Folgen ihrer Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten betroffen. Das zeigt eine Studie der Katholischen Universität Löwen, für die Daten von mehr als 25.000 Menschen aus zwölf europäischen Ländern ausgewertet wurden.
Demnach wirkt sich Bewegungsmangel stärker auf Männer aus, während Frauen gesundheitlich eher darunter leiden, wenn sie zu wenig Obst und Gemüse essen.
Auch bei der Vorbeugung von Herzkrankheiten gibt es Unterschiede: Frauen benötigen dafür laut der Studie vier Stunden Bewegung pro Woche, Männer etwa acht Stunden.
Die Forscher raten deshalb, Gesundheitsempfehlungen stärker nach Geschlecht auszurichten, Medikamente sowohl an Männern als auch an Frauen zu testen und sozioökonomische Ungleichheiten stärker zu berücksichtigen.
rtbf/sh