Laut De Morgen hat sich der Zwischenfall im Bereich der Meeresstraße von Bab al-Mandab ereignet, die das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet. In der Region gibt es seit Jahren immer wieder Angriffe auf passierende Schiffe wie Frachter, die vor allem den Huthi zu geschrieben werden. Meist werden diese Angriffe mit Raketen oder Drohnen ausgeführt.
Die Huthi kämpfen gegen die anerkannte Regierung des Jemen und kontrollieren seit 2014 große Teile des Westens des Landes. Sie greifen auch regelmäßig Saudi-Arabien an, das die jemenitische Regierung gegen die Huthi unterstützt. Die Huthi wiederum werden nicht nur massiv vom Iran unterstützt, sondern laut Berichten auch von Russland und China.
Der belgische Minenjäger "Primula" befindet sich seit dem Sommer in den Gewässern der Region und hält sich für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus bereit. Das Schiff ist allerdings nicht in der Lage, sich selbst gegen Angriffe zum Beispiel mit Raketen zu verteidigen. Deswegen wird die Primula immer von einer oder mehreren französischen Fregatten begleitet. Eine dieser Fregatten soll die ballistische Rakete in der Nähe der Primula am 14. Oktober auch zerstört haben.
Weder die belgische Marine noch N-VA-Verteidigungsminister Theo Francken wollten sich der Zeitung gegenüber auf Nachfrage zu dem Vorfall äußern. Laut De Morgen ist es aber zumindest fraglich, ob die Primula oder ihre Eskorte tatsächlich Ziel eines ernstgemeinten Angriffs waren. Möglicherweise habe es sich eher um eine Warnung oder Machtdemonstration gehandelt.
Boris Schmidt