Die Klimakoalition fordert eine Steuer auf fossile Energieträger. Hintergrund ist eine Studie der Freien Universität Brüssel, der zufolge der menschengemachte Klimawandel die Zahl der Todesfälle während der Hitzewelle im Juni mehr als verdoppelt hat.
Der Vorsitzende der Klimakoalition, Benjamin Clarysse, fordert deshalb neben einer Steuer auf fossile Energien den schrittweisen Abbau entsprechender Subventionen und mehr Investitionen in den Klimaschutz. Es könne nicht sein, dass Öl- und Gasunternehmen hohe Gewinne erzielten, während die Folgen des Klimawandels vor allem die verletzlichsten Menschen träfen, kritisierte er.
Der föderale Klimaminister Jean-Luc Crucke kündigte an, gemeinsam mit den Regionen die Vorsorge zu verbessern und besonders gefährdete Menschen besser zu schützen.
Eine zusätzliche, allgemeine Steuer auf fossile Brennstoffe allein sei angesichts der derzeit hohen Energiekosten allerdings keine ausreichende und sozial gerechte Lösung, erklärte der Minister. Stattdessen müsse der Umstieg auf bezahlbare, klimafreundlichere Energiealternativen unterstützt werden.
belga/mh