Im Fall des getöteten vierjährigen Dean hat das Geschworenengericht in Gent den Hauptangeklagten schuldig gesprochen. Der 39-jährige Dave de Kock wird wegen Totschlags und Entführung des Jungens verurteilt.
Seine frühere Freundin sprach das Gericht vom Vorwurf der Entführung frei. Sie ist lediglich wegen des Besitzes und der Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger schuldig gesprochen worden.
Der Anwalt der Mutter des getöteten Jungen kritisiert den vorsitzenden Richter im Prozess und zweifelt, dass er unparteilich gehandelt habe. Laut dem Anwalt hat der Richter verhindert, dass die Geschworenen auch über einen möglichen Mord entscheiden konnten. Außerdem habe der Richter die Mitangeklagte Ex-Freundin während des Prozesses nicht befragt.
Die Leiche des vierjährigen Dean war im Januar 2022 in den Niederlanden gefunden worden. Am Montag beginnen die Verhandlungen über das Strafmaß. De Kock drohen bis zu 30 Jahren Haft. Seine Ex-Freundin könnte nach fünf Jahren Untersuchungshaft freikommen.
vrt/belga/okr