Das Institut für die Gleichstellung von Frauen und Männern hat am Montag eine Informationskampagne zu sexueller Gewalt im Netz gestartet. Opfer und Zeugen sollen Fälle melden und Hilfe bekommen.
Die Meldungen steigen seit 2020 stetig. Dazu zählen die ungewollte Verbreitung intimer Bilder, Erpressung mit Nacktfotos (Sextortion) und gefälschte Nacktbilder, sogenannte Deepnudes. 2025 gingen 347 Meldungen ein, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Die tatsächliche Zahl liegt laut Institut höher.
Nur drei Prozent der Opfer von sexueller Gewalt im Netz suchen Hilfe. Die Meldungen sollen auch helfen, rechtlich gegen Deepnude-Apps vorzugehen. Opfer erhalten kostenlos und vertraulich juristische Beratung und Hilfe beim Löschen der Bilder. Melden kann man sich online auf hilfe.igvm-iefh.belgium.be oder unter der kostenlosen Nummer 0800/12.800.
belga/vk