Für die Studie hat das Zentrum für soziologische Forschung der Katholischen Universität Löwen 2.800 Arbeitnehmer befragt. Das Fazit: Viele Befragte geben zwar an, dass sich die Qualität ihrer Arbeit durch neue Technologien verbessere, dass sie dadurch aber nicht angenehmer werde.
Neben zunehmendem Arbeitsdruck und Stress beklagen sie, dass ihre Arbeit dadurch komplexer werde und ihre bisherigen Tätigkeiten durch zusätzliche Aufgaben erweitert würden. Das gelte etwa für neue Informations- und Kommunikationssysteme.
Die Forscher betonen deshalb, dass die Art und Weise entscheidend sei, mit der neue Anwendungen entworfen und eingeführt würden am Arbeitsplatz. Das sei von Bedeutung für die Frage, ob neue Technologien als unterstützend oder erschwerend empfunden würden. Je stärker die Betroffenen einbezogen würden, desto größer die Chance, dass sie die Veränderungen als positiv empfinden.
Technologischer Wandel sei deshalb nicht nur eine technische Frage, sondern auch eine gesellschaftliche und demokratische, so die Forscher.
Allerdings spielen auch die Position in einem Betrieb und Bildungsstand eine Rolle: Geringqualifizierte und Arbeiter empfinden neue Technologien laut der Befragung eher als Belastung als Höherqualifizierte, Angestellte und Führungskräfte.
Die Studie hebt auch hervor, dass weniger als ein Drittel der Beschäftigten ihre persönlichen arbeitsbezogenen Daten einsehen könnten. Und nur ein Viertel wisse, was die Betriebe mit diesen Daten eigentlich machten.
Boris Schmidt