Laut den Daten der König-Baudouin-Stiftung haben in den vergangenen drei Monaten rund 42 Prozent der Befragten zwischen 16 und 89 Jahren KI-Anwendungen genutzt. Allerdings gibt es deutliche Altersunterschiede – je jünger, desto bereitwilliger greifen Nutzer demnach auf Künstliche Intelligenz zurück.
So geben etwa drei Viertel der 16- bis 24-Jährigen an, generative KI einzusetzen. Generative KI-Anwendungen kreieren nach Anweisungen der Nutzer neue Inhalte. Bei den Über-75-Jährigen setzen hingegen gerade mal acht Prozent solche Programme ein.
Beim klassischeren digitalen Graben scheint es hingegen nur wenig Bewegung zu geben: 39 Prozent der Bevölkerung im Alter zwischen 16 und 74 Jahren gelten als digital anfällig, was eine Stagnation ist. Diese Menschen nutzen zum Beispiel das Internet nicht beziehungsweise verfügen nur über sehr begrenzte digitale Fertigkeiten und Kenntnisse. Ein großes Problem dabei betrifft die Sicherheit im Internet.
Außerdem geben Betroffene an, sich immer häufiger ausgeschlossen zu fühlen, wenn sie kein Internet nutzen. Auch hier spielt das Alter wieder eine erhebliche Rolle: Bei den 75- bis 89-Jährigen zählen laut der Untersuchung sogar bis zu 81 Prozent der Befragten zu den digital Schwächsten.
Das Barometer "Digitale Inklusion" kommt auch zu dem Schluss, dass die digitale soziale Ungleichheit nicht verschwindet, sondern sich verschiebt. Es gehe mittlerweile weniger um die Frage, ob Menschen Zugang zu digitalen Technologien hätten, sondern um die Art und Qualität dieses Zugangs, so die König-Baudouin-Stiftung.
Boris Schmidt