Im ersten Halbjahr sind in Belgien 22.472 Genehmigungen für neue Wohngebäude erteilt worden. Damit ist die Zahl der Baugenehmigungen im Vergleich zum ersten Halbjahr des vergangenen Jahres um mehr als zehn Prozent gestiegen - zum ersten Mal seit fünf Jahren.
Trotz des Anstiegs bleibt das Niveau niedrig. In früheren Jahren wurden im ersten Halbjahr zwischen 26.000 und 29.000 Genehmigungen erteilt, 2021 waren es sogar mehr als 32.000.
Der Verband des belgischen Bau-Sektors (Embuild) spricht angesichts der aktuellen Zahlen weiterhin von einer Wohnungsbaukrise. Neubauten seien für viele Haushalte kaum noch finanzierbar. Als Gründe nennt der Verband unter anderem gestiegene Materialpreise und hohe Hypothekenzinsen.
Der Bauverband fordert deshalb im Rahmen der laufenden Haushaltsverhandlungen eine niedrigere Mehrwertsteuer für den Bau und Kauf des eigenen ersten Wohnhauses. Auch für Wohnungen, die mindestens 15 Jahre lang vermietet werden, soll die Mehrwertsteuer gesenkt werden.
belga/mh