Der Zentrale Kontrollrat für das Gefängniswesen hat einen Bericht zur Überbelegung der Haftanstalten vorgelegt. Darin wird anhand von Zeugenaussagen verdeutlicht, wie es ist, in einem überfüllten Gefängnis zu leben oder zu arbeiten.
Derzeit sitzen fast 13.700 Menschen in belgischen Haftanstalten ein. Wegen der Überbelegung müssen rund 600 Gefangene auf Matratzen auf dem Boden schlafen.
"Gefängnisdirektoren, Pflegekräfte und Ärzte, die im Gefängnis arbeiten, berichten von einer Lage, in der sie ihre Arbeit nicht mehr ordnungsgemäß ausüben können und in der es schwierig ist, ihre Aufgaben korrekt zu erfüllen und die Rechte der Insassen zu wahren", sagte Pieter Houbey vom Zentralen Kontrollrat für das Gefängniswesen.
Die Überbelegung der Gefängnisse werde oft anhand von Zahlen beleuchtet, heißt es in dem Bericht. "Hinter diesen Zahlen verbergen sich jedoch vielfältige menschliche Wahrheiten, die jeden Tag von den Menschen erlebt werden, die in Gefängnissen leben oder arbeiten und die seit viel zu langer Zeit Alarm schlagen, ohne dass ihre Rufe gehört werden", schreibt der Zentrale Kontrollrat für das Gefängniswesen.
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