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Christliche Krankenkasse besorgt wegen Armutsrisiko von Langzeitkranken

28.09.202610:4028.09.2026 - 11:50
Luc Van Gorp, der Chef der Christlichen Krankenkasse
Luc Van Gorp, der Chef der Christlichen Krankenkasse (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Die christliche Krankenkasse fordert die Föderalregierung auf, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass Langzeitkranke in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Aus einer Umfrage der Krankenkasse geht hervor, dass Betroffene manchmal medizinische Behandlungen aufschieben. Weil ihr Einkommen zu niedrig ist, geraten Langzeitkranke so häufig in eine Abwärtsspirale.

Der Vorsitzende der christlichen Krankenkasse, Luc Van Gorp, empfiehlt, dass die Leistungen für Langzeitkranke mindestens indexiert werden sollten.

"Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass sichergestellt werden muss, dass diese Menschen endlich ihre Energiekosten bezahlen können. Sie sollten also Zugang zu einem Sozialtarif für Energie erhalten", forderte Van Gorp in der VRT.

Vandenbroucke: Arbeit ist beste Vorsorge gegen Armut

Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (Vooruit) hat auf die Forderungen der christlichen Krankenkasse reagiert. Für ihn ist ein Arbeitsplatz der beste Schutz vor Armut. Deshalb wolle er Langzeitkranke so weit wie möglich dabei unterstützen, wieder ins Berufsleben zurückzukehren.

Der Minister weist außerdem darauf hin, dass das System der Drittzahler-Regelung auf alle Gesundheitsdienstleister ausgeweitet worden sei. Dadurch müssten Patienten weniger selbst bezahlen. Außerdem habe die Föderalregierung insbesondere für Menschen mit erhöhtem Anspruch auf Kostenerstattung die Honorarschläge begrenzt, so Vandenbroucke weiter.

vrt/sh

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