600 Mal wurden im Jahr 2025 Angriffe auf Menschen der LGBTQ+-Gemeinschaft gemeldet. Ein Drittel mehr als noch im Jahr zuvor - da waren es noch 451 gemeldete Fälle. In fast jedem zweiten Fall waren die Täter jünger als 18 Jahre. 2024 lag ihr Anteil dagegen noch bei einem Drittel. Am häufigsten gab es Angriffe auf LBGTQ+-Menschen in den Großstädten Brüssel (107 gemeldete Fälle), Antwerpen (78) und Gent (49).
Die Gründe für die steigenden Zahlen der queerfeindlichen Gewalttaten ist nicht ganz klar. Die Polarisierung der Gesellschaft und soziale Medien könnten gerade bei jungen Menschen laut dem Experten Alexis Dewaele, Professor an der Uni Gent, den Hass auf queere Menschen fördern. Allerdings könnte es auch sein, dass Opfer mittlerweile häufiger Angriffe melden, als in den Jahren zuvor.
In Flandern hatte Mitte der Woche ein Video des Influencers Jonatan Medart in Gent für Aufsehen gesorgt. Der Influencer hatte gefilmt, wie er und sein Partner auf der Straße verbal mit homophoben Rufen eingeschüchtert wurden.
Kay Wagner