Der stark gestiegene Spritpreis sorgt für politischen Druck. Die Sozialistische Partei PS fordert sofortige Maßnahmen von der föderalen Regierung. Parteichef Paul Magnette verlangt unter anderem, die seit August erhöhten Steuern auf Kraftstoffe wieder zurückzunehmen.
Außerdem fordert die PS zeitlich begrenzte Hilfen für Verbraucher und Unternehmen sowie eine stärkere Abschöpfung der Gewinne von Mineralölkonzernen.
Der Dieselpreis soll am Dienstag an den belgischen Zapfsäulen die Marke von 2,50 Euro pro Liter überschreiten. Die sozialistische Gewerkschaft FGTB warnt in diesem Zusammenhang vor zunehmendem Unmut unter den Beschäftigten der Metallindustrie.
Besonders die hohen Treibstoffpreise belasteten viele Arbeitnehmer. Betroffen seien vor allem Schicht- und Nachtarbeiter sowie Beschäftigte in schlecht angebundenen Industriegebieten. Die Gewerkschaft befürchtet zudem, dass dauerhaft hohe Energiekosten Produktion, Investitionen und Arbeitsplätze gefährden könnten.
belga/mh