Die Kosten für Versorgung von Demenzpatienten in Belgien liegen bei sieben Milliarden Euro pro Jahr. Das geht aus einer Studie des Gesundheitsinstituts Sciensano hervor. Wesentliche Kostenfaktoren sind die medizinische Versorgung und der Langzeitaufenthalt in Pflegeheimen. Aber auch die häusliche Pflege verursacht hohe Kosten für die Wirtschaft, weil viele pflegende Angehörige weniger arbeiten.
Die Organisation "Stop Alzheimer" ruft anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags an diesem Montag dazu auf, in die Forschung zu investieren, damit die Kosten beherrschbar bleiben. Außerdem müssten pflegende Angehörige besser unterstützt werden.
Zurzeit gibt es in Belgien offiziellen Zahlen zufolge 214.000 Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Wegen der Vergreisung der Bevölkerung wird diese Zahl in den kommenden Jahren noch deutlich steigen. Bis 2050 könnte sich die Zahl sogar verdoppeln.
vrt/est