Der Vorschlag des CD&V-Vorsitzenden Sammy Mahdi, den Indexsprung künftig nur bei Arbeitslosen anzuwenden, stößt auf Kritik. Beweging.net, der Dachverband, dem unter anderem die christliche Krankenkasse und die christliche Gewerkschaft angehören, bezeichnet den Vorschlag als ungerecht.
Die Maßnahme ist einer der Vorschläge, die bei den Verhandlungen über den Föderalhaushalt auf dem Tisch liegen. Dabei müssen zehn Milliarden Euro eingespart werden. Die Vorsitzende von Beweging.net Julie Hendricks Devos kritisiert, dass nun erneut die Arbeitslosen ins Visier genommen würden.
Statt dessen plädiert sie dafür, große Vermögen stärker in den Blick zu nehmen: "Wir sind natürlich damit einverstanden, dass Arbeit sich lohnen muss. Aber das ist heute bereits der Fall. Es gibt schon einen Unterschied zwischen Arbeiten und Nichtarbeiten. Wenn man jetzt zusätzlich diese Menschen ins Visier nimmt, ist das wirklich nicht gerecht. Man muss für ein ausgewogenes Verhältnis sorgen und auch das Tabu brechen, große Vermögen stärker in den Blick zu nehmen."
vrt/sh