Schon die Anstellung von Cofnas als Postdoktorand an der Universität Gent hatte wegen seines einschlägigen Hintergrunds in sogenanntem "wissenschaftlichem Rassismus" zu Protesten geführt. Die Universitätsleitung wies eine Petition zu seiner Entlassung aber unter Verweis auf die akademische Freiheit ab. Selbst provozierende oder kontroverse Äußerungen dürften kein Grund sein, Wissenschaftler zu entlassen, so die Uni sinngemäß.
Die Situation eskalierte jedoch weiter, als Cofnas Jason Arday, einen afrikanischstämmigen britischen Professor der Universität Cambridge, öffentlich des Plagiats bezichtigte. Arday beging daraufhin letztlich Suizid. Cofnas sorgte in diesem Zusammenhang auch durch herablassende beziehungsweise potenziell rassistische Aussagen für Wirbel.
Im Anschluss an den Vorfall leitete die Universität Gent daraufhin eine Disziplinaruntersuchung gegen Cofnas ein, der Amerikaner wurde suspendiert und arbeitet seitdem aus dem Homeoffice.
Cofnas dürfe nicht an die Universität zurückkehren, so ein Sprecher der Aktivisten in der VRT. Man sei hier, um entsprechenden Druck auf die Verantwortlichen auszuüben.
Boris Schmidt