Wenn Belgien wie auf europäischer Ebene vereinbart bis 2050 klimaneutral werden will, sind tiefgreifende Veränderungen in der Landwirtschaft notwendig. Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie des Gesundheitsministeriums und mehreren Forschungseinrichtungen.
Klimaneutralität bedeutet, dass möglichst wenige Treibhausgase ausgestoßen werden und verbleibende Emissionen wieder gebunden werden - etwa durch Wälder und natürliche Ökosysteme. Nach Einschätzung der Forscher müsste unter anderem die Zahl der Nutztiere reduziert werden. Dadurch könnten die Emissionen der Landwirtschaft sinken.
Gleichzeitig würden Flächen frei, die derzeit für den Anbau von Futtermitteln genutzt werden. Diese Flächen könnten beispielsweise für Aufforstung oder die Wiederherstellung von Feucht- und Moorgebieten genutzt werden, so die Forscher. Mit den derzeit geplanten Maßnahmen, darunter dem sogenannten "Bouwshift", wird Belgien seine Klimaziele nach Einschätzung der Studienautoren nicht erreichen.
vrt/sh