Belgien hat in diesem Jahr so viele Straftäter ohne Aufenthaltstitel abgeschoben wie nie zuvor. Das meldet die flämische Zeitung "De Standaard" unter Berufung auf Zahlen von Asylministerin Anneleen Van Bossuyt (N-VA).
Aus den Gefängnissen kehrten demnach bereits 1.239 Menschen in ihr Herkunftsland zurück. Der bisherige Rekord stammte aus 2017 mit 1.112 Abschiebungen. Die meisten Betroffenen kehrten nach Marokko, Albanien und Algerien zurück. Van Bossuyt spricht von einer klaren politischen Priorität.
Kritik kommt vom Schaarbeeker Bürgermeister Martin de Brabant (MR). In seiner Gemeinde seien verganenes Jahr nur acht Prozent der aufgegriffenen Menschen ohne Papiere tatsächlich ausgewiesen worden. De Brabant fordert mehr Engagement von der Ministerin.
belga/vk