In Belgien sind vergangenes Jahr rund 128.000 Unternehmen gegründet worden - so viele wie nie zuvor. Grund dafür war ein starker Anstieg der Neugründungen in der Wallonie.
Möglicherweise lag das daran, dass seit letztem Jahr Firmengründer keine Grundkenntnisse in Betriebsführung vorweisen müssen. Auch die zeitliche Begrenzung des Arbeitslosengeldes könnte eine Rolle gespielt haben.
In Flandern sank die Zahl der Neugründungen dagegen erneut leicht. Der Norden des Landes verzeichnet aber immer noch die meisten Firmengründungen.
Gleichzeitig wurden auch deutlich mehr Firmenschließungen gemeldet (117.000). Netto wuchs die Zahl der Firmen deshalb kaum. Auf elf Neugründungen kamen zehn Schließungen.
Der Unternehmerverband Unizo spricht von einem Alarmsignal. Als Gründe nennt er hohe Kosten, Bürokratie und wirtschaftliche Unsicherheit.
Die meisten Firmen schlossen aus natürlichen Gründen wie Ruhestand. Besonders viele Gründungen gab es im Gesundheitswesen. Einzelunternehmen legten stark zu, anders als Gesellschaften.
belga/vk