Ein ehemaliger Spitzenmanager des insolventen Chipunternehmens Belgan aus Oudenaarde steht im Verdacht, Geschäftsgeheimnisse an China weitergegeben zu haben. Das geht aus Recherchen der RTBF und der Zeitung De Standaard hervor.
Belgan war 2021 von chinesischen Investoren übernommen worden, ging jedoch 2024 pleite. Inzwischen hat ein sogenanntes Spiegelunternehmen in China begonnen, exakt dieselben Chips zu produzieren. Diese werden unter anderem in Batterien für Elektroautos eingesetzt.
Ermittler durchsuchten die früheren Firmengebäude in Oudenaarde und die Wohnung eines Verdächtigen. Dabei stellten sie Laptops und USB-Sticks sicher, die nun ausgewertet werden.
Im Mai hatten Ermittler einen früheren Belgan-Manager festgenommen. Der 52-Jährige wollte vom Flughafen Zaventem nach Peking fliegen.
Im Verdacht steht die illegale Weitergabe von Firmengeheimnissen zur Chip-Produktion. Die Technologie wird etwa in E-Autos und in der Rüstung genutzt. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft in Oudenaarde. Die Staatsanwaltschaft sucht nach einem zweiten Verdächtigen und vermutet ein internationales Netzwerk.
Der Fall wirft Fragen zum Schutz europäischer Technologien vor ausländischer Spionage auf.
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