Ein ehemaliger Spitzenmanager des insolventen Chipunternehmens Belgan aus Oudenaarde steht im Verdacht, Geschäftsgeheimnisse an China weitergegeben zu haben. Das geht aus Recherchen der RTBF und der Zeitung De Standaard hervor.
Belgan war 2021 von chinesischen Investoren übernommen worden, ging jedoch 2024 pleite. Inzwischen hat ein sogenanntes Spiegelunternehmen in China begonnen, exakt dieselben Chips zu produzieren. Diese werden unter anderem in Batterien für Elektroautos eingesetzt.
Die föderale Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann mit belgisch-chinesischer Doppelstaatsangehörigkeit. Er wurde im Mai am Flughafen festgenommen, als er nach China fliegen wollte, und sitzt in Untersuchungshaft. Der Fall wirft Fragen zum Schutz europäischer Technologien vor ausländischer Spionage auf.
vrt/sh