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Auch zweite und dritte Hitzewelle verursachten Übersterblichkeit

03.09.202607:16
  • Sciensano
Illustrationsbild: eliosdnepr/Smarterpix
Illustrationsbild: eliosdnepr/Smarterpix

Auch während der zweiten und der dritten Hitzewelle sind in Belgien Hunderte Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen gestorben. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Gesundheitsinstituts Sciensano hervor. Insgesamt haben Hitzewellen in Belgien demnach dieses Jahr schon mindestens 2.935 Menschen das Leben gekostet.

Nach einer ersten, äußerst tödlichen Hitzewelle Ende Juni ist Belgien noch von zwei weiteren Hitzewellen getroffen worden – eine dauerte vom 4. bis zum 17. Juli, die andere vom 28. Juli bis zum 16. August. Für den Zeitraum der zweiten Hitzewelle hat das Gesundheitsinstitut Sciensano 535 mehr Todesfälle als für diese Zeit üblich erfasst. Das entspricht einer Übersterblichkeit von fast plus 15 Prozent. Die meisten Opfer gab es dabei in Flandern, hier starben 310 Menschen, gefolgt von der Wallonie mit 198 und Brüssel mit 42.

Für die dritte Hitzewelle spricht Sciensano ebenfalls von einer "leichten" Übersterblichkeit. In diesem Zeitfenster wurden 365 zusätzliche Sterbefälle erfasst, wobei Flandern in absoluten Zahlen wieder stärker betroffen war als die Wallonie. Relativ betrachtet stieg die Übersterblichkeit in der Wallonie in der dritten Hitzewelle aber deutlich stärker als in Flandern. Für die Hauptstadtregion Brüssel hat Sciensano in der dritten Hitzewelle hingegen keine Übersterblichkeit beobachtet.

In diesem Zusammenhang betont das Gesundheitsinstitut auch einmal mehr, dass Hitzewellen längst nicht nur für ältere Menschen tödlich sind. Auch bei Menschen unter 65 Jahren sei eine erhebliche Übersterblichkeit festgestellt worden, so Sciensano.

Boris Schmidt

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