Die neue Eskalation im Iran-Krieg sorgt für enorme Unruhe in der Golfregion. Das hat unweigerlich Auswirkungen auf die Energiepreise. Für Gas zahlt man aktuell an der wichtigen Amsterdamer Energiebörse so viel wie seit Januar 2023 nicht mehr.
Besonders für Europa ist das eine schlechte Neuigkeit. Weil man wohl auf fallende Preise gesetzt hatte, sind die Gasspeicher in Europa im Moment nur zu rund zwei Dritteln gefüllt, in Westeuropa sind die Stände oft noch niedriger. Die EU schreibt eigentlich vor, dass die Speicher bis zum 1. November zu mindestens 90 Prozent gefüllt sein müssen.
Experten sind sich einig: Die Folge dürften spürbar höhere Gaspreise sein. Das befeuert natürlich die Inflation. Das Planbüro hat seine Prognosen stark nach oben korrigiert. Das Gremium erwartet, dass sich die Teuerung in den kommenden Monaten noch beschleunigen wird.
Schon im August lag die Inflation bei knapp vier Prozent, im Januar könnte sogar die Marke von fünf Prozent übertroffen werden. Deswegen dürfte im Dezember auch der Schwellenindex überschritten werden. In der Folge werden die Löhne und Leistungen angehoben.
Roger Pint