Nach einem Gespräch mit der Bildungsministerin der Französischen Gemeinschaft, Valéry Glatigny, drohen die Gewerkschaften des Unterrichtswesens mit neuen Protestaktionen.
Die Ministerin hatte die Gewerkschaften am Dienstagmorgen zu einem Treffen eingeladen, um den Dialog wieder in Gang zu setzen. Vor den Schulferien hatten die Gewerkschaften monatelang gegen neue Sparmaßnahmen im Bildungswesen protestiert.
Nach Gewerkschaftsangaben hat Glatigny am Dienstag nur vorgeschlagen, einen neuen Beratungsausschuss einzurichten. Der soll aber nicht die umstrittenen Maßnahmen überarbeiten, sondern nur die Abstimmung zwischen Regierung und Gewerkschaften verbessern.
Ein Gewerkschaftssprecher sagte, die Ministerin wolle nichts von den Schwierigkeiten hören, mit denen die Schulen zu kämpfen hätten. Sie bleibe bei ihrem Standpunkt. Es gebe keine andere Lösung für die Gewerkschaften als die Protestmaßnahmen zu verschärfen.
Das Kabinett von Glatigny bestätigte, dass das Treffen mit den Gewerkschaften ergebnislos geblieben sei. Die Gewerkschaften haben schon eine große Kundgebung in Lüttich für den 10. September angekündigt. Die Ministerin will am 13. Oktober eine neue Gesprächsrunde organisieren.
belga/est