In Belgien sind Samenspenden von mindestens 121 Spendern häufiger verwendet worden als gesetzlich erlaubt. Das berichtet die Zeitung "Het Laatste Nieuws" unter Berufung auf Zahlen der föderalen Arzneimittelbehörde (AFMPS), die die Fruchtbarkeitszentren kontrolliert.
Allein in diesem Jahr sind demnach mehr als 30 neue Fälle hinzugekommen. Die gesetzliche Grenze liegt bei sechs verschiedenen Familien pro Samenspender.
Die tatsächliche Zahl von Überschreitungen könnte allerdings noch höher sein. Eine zentrale Datenbank für verwendetes Spendenmaterial gibt es in Belgien erst seit zwei Jahren.
Die Begrenzung soll verhindern, dass zu viele Halbgeschwister entstehen. So soll das Risiko verringert werden, dass Menschen unwissentlich eine Beziehung mit einem biologischen Halbbruder oder Halbschwester eingehen.
vrt/sh