In Gent sind 33 Mitglieder und Anführer einer Bande chinesischer Menschenhändler zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Die Männer und Frauen sollen mehr als 100 Chinesinnen nach Belgien und in andere europäische Länder gelockt und zur Prostitution gezwungen haben.
Die Opfer wurden in armen Stadtvierteln in China angeworben. Ihnen wurde eine bessere finanzielle Zukunft in Europa versprochen. Stattdessen mussten sie nach Angaben des Gerichts Tag und Nacht arbeiten. Sie wurden vor allem in der privaten Prostitution eingesetzt, unter anderem über Online-Vermietungsplattformen, Hotels und Ferienunterkünfte.
Das Gericht sprach von skandalösen Praktiken. Den Angeklagten sei es ausschließlich darum gegangen, möglichst hohe Gewinne für die Organisation zu erzielen. Das Wohlergehen der Frauen habe sie dabei nicht interessiert.
ie Verurteilten erhielten Freiheitsstrafen von bis zu sieben Jahren und Geldstrafen von bis zu 700.000 Euro. Außerdem werden Vermögenswerte in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro eingezogen.
belga/vrt/jp