Das West-Nil-Virus zirkuliert in Belgien bislang nur unter Tieren. Menschen haben sich bislang nicht damit angesteckt. Trotz eines ersten Todesfalls in den Niederlanden bleibe das Risiko für Belgien gering, sagt Emmanuel Bottieau vom Institut für Tropenmedizin in Antwerpen.
Schwere Verläufe seien äußerst selten, erklärte er. Die meisten Erkrankungen verliefen wie eine Grippe und heilten von selbst aus. Weniger als ein Prozent der Infizierten entwickelten schwerere Komplikationen. Besonders gefährdet seien ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung sieht Bottieau deshalb derzeit nicht.
Das Virus wird durch Mücken übertragen. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Erkrankte könnten zudem meist gut medizinisch behandelt werden.
vrt/vk