Anders als beim Rhein in Deutschland profitiert die belgische Binnenschifffahrt zu großen Teilen von ihrer Nähe zum Meer. Durch Flut und Ebbe wird immer wieder neues Wasser in die Flussläufe gespült. Das kann zum Teil auch in Kanäle gepumpt werden, die weiter im Landesinneren liegen.
Im Kanal Gent-Terneuzen, die wichtigste Meereszufahrt des Hafens von Gent, stößt dieses System allerdings an seine Grenzen. Der Salzgehalt im Kanal ist mittlerweile schon dreimal so hoch wie sonst. Um dagegen vorzugehen, wird die Schleuse des Kanals nicht mehr so häufig geöffnet.
Das blockiert den Warenfluss. Transportunternehmen setzen deshalb jetzt vermehrt Lkw ein, um die Waren im Umfeld des Hafens von Gent zu transportieren. Auch der Weitertransport ins deutsche Ruhrgebiet erfolge jetzt vermehrt per Lkw als wie gewöhnlich per Schiffe, teilt die Hafenleitung von Gent mit.
Kay Wagner