In Marcinelle bei Charleroi wird an diesem Wochenende der Opfer des Grubenunglücks vor 70 Jahren gedacht. In dem Steinkohlebergwerk Bois du Cazier kamen 262 Minenarbeiter ums Leben. Es war das schlimmste Grubenunglück der belgischen Geschichte.
Kurz nach acht Uhr am Samstagmorgen wurden die Namen aller Opfer vorgelesen. Mehr als die Hälfte von ihnen waren Italiener. Mehrere belgisch-italienische Gemeinschaften sind mit Bussen zu der Gedenkfeier gereist.
Premierminister Bart De Wever (N-VA) hat in einer Videobotschaft auf X an die Opfer des Grubenunglücks erinnert. Er sprach die schwierigen Bedingungen der Arbeitsmigranten unter Tage an und die tiefen Spuren, die die Katastrophe in Belgien, Italien und Europa hinterlassen hat. Die heute geltenden strengeren Sicherheitsvorschriften seien ein Vermächtnis, das bewahrt werden müsse, so der Premierminister.
Mit Blick auf die jüngsten tödlichen Brände auf Baustellen in Antwerpen und Brüssel warnt De Wever zudem, dass die Sicherheit der Arbeitnehmer niemals als selbstverständlich angesehen werden dürfe.
belga/jp