Die Föderalregierung von Bart De Wever hatte bei ihrem Antritt angekündigt, die Öffnungszeiten für Geschäfte lockern zu wollen. Und dem Versprechen sind tatsächlich Taten gefolgt. Nach der allgemeinen Erlaubnis, Geschäfte auch an Sonntagen zu öffnen, folgt nun die Möglichkeit, Geschäfte an sieben Tagen der Woche von 8 bis 21 Uhr geöffnet zu lassen.
Gezwungen dazu wird jedoch keiner - und es bleibt abzuwarten, ob wirklich viele Geschäfte ab kommenden Donnerstag von der Neuerung tatsächlich Gebrauch machen werden.
Denn Medienberichten zufolge scheint es gerade für Einzelhändler oft kaum attraktiv, noch später als bislang ihre Geschäfte offen zu halten. Aus dem einfachen Grund, dass es am Abend zu wenig Kunden gibt.
Attraktiv scheint die neue Möglichkeit der längeren Öffnungszeiten dagegen für Geschäfte in touristischen Gebieten zu sein. Es wird damit gerechnet, dass vor allem an der Küste und in Städten wie Brügge oder Brüssel Geschäftsinhaber von den neuen Möglichkeiten Gebrauch machen werden.
Kay Wagner