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Zentraler Wirtschaftsrat fordert strengere Regulierung von Influencer-Werbung

05.08.202607:20
Influencerin, die für Produkt wirbt
Illustrationsbild: Igor Vetushko/Smarterpix

Die Sozialpartner und die Verbraucherschutzorganisationen fordern eine strengere Regulierung der Werbeaktivitäten von sogenannten Influencern. Das steht in einem Gutachten des Zentralen Wirtschaftsrats. Laut einer europäischen Studie von 2024 macht kaum ein Fünftel der im Internet aktiven Content Creator ihre Werbeaktivitäten als solche erkennbar.

Influencer sind Menschen, die aufgrund ihrer Position im Internet, vor allem in sozialen Netzwerken, Einfluss auf ihre Anhänger oder auch auf andere Personenkreise ausüben können. Sie verdienen ihr Geld meist mit dem Kreieren digitaler Inhalte für die Kanäle, auf denen sie aktiv sind. Ihre Einnahmen stammen zum Teil von den Plattformen selbst, zum Großteil aber aus Werbevereinbarungen mit Firmen.

Kritiker werfen Influencern und ihren Partnern schon lange vor, dass diese Werbeaktivitäten oft nicht ausreichend als solche gekennzeichnet sind. Dadurch wird es für Menschen, die den Influencern im Netz folgen, schwieriger, zu unterscheiden, welche Inhalte der Influencer Werbung sind und welche nicht. Die aktuellen Regeln, wie diese Werbeaktivitäten reguliert werden, unterscheiden sich auch stark.

In Flandern etwa müssen Influencer bei jedem gesponsorten Inhalt deutlich sagen, dass es sich um eine Anzeige oder Werbung handelt. Außerdem muss der Werbepartner deutlich benannt und vermerkt werden. In den anderen Landesteilen gelten diese Regeln nicht.

Der Zentrale Wirtschaftsrat, in dem Arbeitgeber, Gewerkschaften und Verbraucherschutzorganisationen vertreten sind, fordert deshalb, landesweit einheitliche Werbe-Regeln für Influencer einzuführen. Außerdem will er auf europäischer Ebene Standardverträge mit normierten Klauseln zwischen Werbepartnern und Influencern. Für sogenannte "Kidfluencer", also minderjährige Influencer, müsse zudem ein deutliches juristisches Statut kommen.

Boris Schmidt

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