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Klimawandel macht Bodenaustrocknung in Belgien elfmal wahrscheinlicher

23.07.202607:05
Trockenes Feld wegen Dürre in Flandern
Archivbild: Nicolas Maeterlinck/Belga

Die Gefahr, dass der belgische Boden austrocknet, ist durch den Klimawandel und seine Folgen elfmal größer geworden. Das geht aus einer neuen Studie der Wissenschafts-Initiative "World Weather Attribution" (WWA) hervor. Außerdem sorge die Kombination von nassen Wintern und trockenen Frühlingsmonaten für ideale Bedingungen für Wald- und Naturbrände.

Die Initiative "World Weather Attribution" hat für ihre Studie zwei große europäische Regionen untersucht, eine westliche und eine östliche. Belgien fällt dabei in die östliche Region, gemeinsam mit unter anderem den Niederlanden, Dänemark, Estland und Slowenien.

Wie die Wissenschaftler berichten, kommen die sehr trockenen Wetterbedingungen, die in den letzten sechs Monaten in dieser Region geherrscht haben, normalerweise nur alle 15 Jahre vor. Sie seien durch den von der Menschheit verursachten Klimawandel aber elfmal wahrscheinlicher geworden. In der westlichen Region, die unter anderem Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, England und Wales umfasst, sei das Risiko nur um den Faktor fünf gestiegen.

Die Wissenschaftler heben auch hervor, dass der Klimawandel Trockenheit verschlimmern kann, weil er die Niederschlagsverteilung verändern kann und große Hitze zur Verdampfung von mehr Wasser führt. Die Folge seien extreme Trockenheit und zurückgehende Wasservorräte in Europa.

Die Hitzewellen und die Trockenheit sorgten außerdem für Ernteeinbußen, für mehr Wald- und Naturbrände und für historisch niedrige Wasserstände in den Flüssen, so der WWA-Bericht.

Boris Schmidt

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