Belgien prüft wegen erheblicher Verzögerungen bei der Lieferung neuer Fregatten erstmals Alternativen zu den Niederlanden. Verteidigungsminister Theo Francken will bereits am Montag mehrere europäische Staaten sowie die Türkei um Informationen zu Preisen und möglichen Lieferterminen bitten. Das erklärte er gegenüber dem Sender VTM.
Die beiden Kriegsschiffe sind Teil der belgisch-niederländischen Marinezusammenarbeit. Belgien beschafft neue Minenjagdboote, die Niederlande die neuen Fregatten. Doch statt wie geplant 2027 soll das erste Schiff nun frühestens 2033 ausgeliefert werden.
Gleichzeitig haben sich die Kosten nach Angaben der belgischen Regierung nahezu verdoppelt. Damit droht der belgischen Marine eine Fähigkeitslücke, weil die beiden bisherigen Fregatten Leopold I und Louise-Marie in den kommenden Jahren außer Dienst gestellt werden müssen.
Ob Belgien am Auftrag für die Niederlande festhält oder einen anderen Hersteller wählt, soll im Oktober entschieden werden.
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