Die Steuerberater des Landes gehen gegen wiederholte Pannen bei den Steuerplattformen der Föderalregierung MyMinfin und Tax-on-Web vor. Das berichtet die RTBF.
Die Vereinigung der Steuerberater, ITAA, hat eine Inverzugsetzung der Regierung in die Wege geleitet. Das ist eine offizielle Mahnung, die darauf hinweist, dass die Regierung ihren gesetzlichen Pflichten nicht nachkommt. Die Regierung hat jetzt 30 Tage Zeit, darauf zu reagieren.
Bei den Steuerplattformen kommt es wiederholt zu Pannen, zuletzt am letzten Wochenende. Deshalb war die Frist zur Abgabe von Online-Steuererklärungen vom 15. Juli bis zum 19. Juli, also diesen Sonntag, verlängert worden.
Die Steuerberater fordern konkrete Maßnahmen. Dazu gehört ein Investitionsplan für die Internet-Plattformen der Steuerbehörden. Außerdem wollen sie bei der Konzeption und den Tests von Neuerungen auf den Plattformen eingebunden werden. Und im Fall von Pannen fordern sie eine automatische Verschiebung der Fristen und Toleranz bei Sanktionen.
In einer ersten Reaktion erklärte Finanzminister Jambon, er sei bereit, zusammen mit den Steuerexperten nach Lösungen zu suchen.
rtbf/est