Aufatmen in Gent: Noch vor ein paar Monaten hatten viele befürchtet, dass das Genter Volvo-Werk das gleiche Schicksal ereilen könnte wie die übrigen einstmals in Belgien angesiedelten Autofabriken in Vilvoorde, Antwerpen, Genk oder Brüssel. Bei Volvo Gent arbeiten rund 6.500 Menschen.
Im März dieses Jahres war bekanntgeworden, dass die Nachfolgemodelle der beiden vollelektrischen SUVs EX40 und Volvo EC40 nicht mehr in Belgien gebaut werden sollen. Die flämische und auch die föderale Regierung reagierten sofort: Unter anderem wurde ein Subventionspaket in Höhe von 119 Millionen Euro geschnürt.
Nun haben beide Seiten eine Absichtserklärung unterzeichnet. Unter anderem mit den versprochenen Fördergeldern soll der Standort Gent gestärkt werden. Volvo lässt da aber ausdrücklich die Tür offen für die Montage von Fahrzeugen anderer Marken. Volvo gehört ja dem chinesischen Mutterkonzern Geely.
Vor dem Hintergrund drohender Importzölle auf in China produzierte Elektrofahrzeuge könnte es für den Hersteller lukrativ werden, über Werke auf europäischem Boden zu verfügen. Zur Geely-Gruppe gehören neben der Kernmarke Geely Auto unter anderem auch Marken wie Polestar oder Lynk & Co.
Dennoch: Der Standort Gent scheint damit erstmal gesichert zu sein.
Roger Pint