Insgesamt ist der Zivilschutz laut Innenminister im Rahmen der Flutkatastrophe rund sechs Monate lang aktiv gewesen. Nach den unmittelbaren Rettungseinsätzen beziehungsweise der Suche nach vermissten Personen habe Wasser abgepumpt und Schutt geräumt werden müssen. Die Verstärkung von Schutzmaßnahmen sei eine weitere Aufgabe gewesen. Dabei habe der Zivilschutz mit den lokalen Behörden und Hilfeleistungszonen, der Landesverteidigung und der Polizei zusammengearbeitet.
Der Einsatz habe auch an die fundamentale Wahrheit erinnert, dass der Schutz der Bürger Vorbereitung, Vorausschau und die Stärkung der Widerstandskraft erfordere, eine bessere Vorbereitung bedeute einen besseren Schutz. Deshalb habe der Staat in dieser Hinsicht auch investiert - nicht nur in neues, spezialisiertes Material, sondern auch in entsprechende Aus- und Fortbildungen in puncto Einsatz in Fluten beziehungsweise überfluteten Gebieten.
Zudem habe die Regierung grünes Licht gegeben für eine strukturelle Verstärkung der Finanzierung der Hilfeleistungszonen. aber auch die Bürger selbst müssten sich besser vorbereiten auf Katastrophen, betont Quintin. Dazu gehöre etwa die Anmeldung bei BE-Alert und die Vorbereitung eines Notfallplans und eines Notfallpakets. Weitere Schritte seien das Herunterladen der App 112 BE, um bei Bedarf schneller mit den Hilfskräften kommunizieren zu können, und auch potenziell Hilfsbedürftige im Umfeld nicht zu vergessen.
Boris Schmidt